| » Flyer/Poster: Essen Sie Fleisch? « Vorschau + Download |
|
>>
|
zurück
zur Material-Hauptseite |
||||||||||||
|
Inhalt
|
|
||||||||||||
|
Vorschau
|
|
||||||||||||
|
Gedachtes
|
weisen Fleischliebhaber häufig auf die frühe
menschliche Entwicklungsgeschichte hin, in der es unseren biologischen
Vorfahren in zusammenhängenden Gruppen zunehmend gelang, durch aufgefundene
und erbeutete Tierleichen permanente Nahrungsquellen zu erschließen.
Die Tötung von Lebewesen zur selbstständigen Ernährung
und Lebenserhaltung bildet eine allgemeine Grundlage im natürlichen
Ökosystem unseres Planeten. "Fressen und gefressen werden"
lautet diesbezüglich eine darwinistische Regel. Löwen essen
Gnus, Pelikane essen Fische, Igel essen Würmer, Ameisenbären
essen Ameisen. Entwicklung nahm derweil einen ganz besonderen Verlauf. Der homo sapiens sapiens bildete als tierliche Lebensform unter den verschiedenen Spezies viele besondere Eigenarten heraus. Zielgerichtete Kommunikation, Werkzeugbenutzung und generationenübergreifende innovative Überlieferungen sind auch von anderen Spezies bekannt. Der Mensch jedoch erweiterte und spezialisierte diese Eigenarten in bislang einzigartigem Maß. Vielmehr entwickelte sich der Mensch kulturell vielfältig und auf einem besonders ausgeprägten Niveau. Mittlerweile ist der Großteil der Erde von informationellen, zivilisatorischen Netzwerken unserer Spezies bedeckt. Dieser Text existiert an dieser Stelle nur, weil es derartige Entwicklungen gegeben hat. Der Mensch, - ich und du -, wir sind Bestandteile einer größeren Gemeinschaft, Mitglieder eines Kollektivs. Menschen tragen Unterwäsche, Socken, Schals und Hüte. Menschen fahren mit Autos und fliegen in Flugzeugen. Menschen besuchen Badeanstalten und arbeiten am Computer. Menschen werden am offenen Herzen operiert. Menschen verhindern die eigene, natürliche Fortpflanzung. Menschen lesen Zeitung, sie gehen ins Kino und essen in Restaurants. Der Mensch ist sich über sich selbst und über seine Handlungen in weiten Teilen bewusst. So wie wir heute sind, so konnten "wir" vor 5.000.000 - 1.000 Jahren nicht sein. Demnach ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Umstände frühster menschlicher Existenz nicht als Maßstäbe für gegenwärtige Handlungen gelten können. Doch genau das wird versucht, indem man das Essen von Döner, Grillwürstchen und Schinkenspeck (Vgl.1, Vgl.2, Vgl.3, Vgl.4,...) mit dem Ausweiden von Mammuts oder Antilopen gleichsetzt. heutzutage zweckgebundene Nutz-Tiere, um sie in Ställen zu halten, um sie auszunutzen und zu töten. Tiere werden künstlich besamt, kastriert, geschwängert, entbunden, geimpft, geschoren, gemästet, isoliert, betäubt, getötet, zerschnitten und verpackt. Man kann die Körperreste in Supermarktfilialen mit Geld kaufen. Diese Verhältnisse unterscheiden sich grundlegend von den Lebenssituationen in der Steinzeit oder in der Antarktis. So wirkt es also mehr als fragwürdig, wenn in den Lebensbedingungen der Steinzeit oder denen der Antarktis oder des tropischen Regenwaldes die akute Bestätigung für das Schlachten von Kühen, Bullen und Kälbern, Schweinen, Legehennen und Schafen gesucht wird. Der Zusammenhang zwischen einer prähistorischen Mammutfleischmahlzeit und dem Essen eines Wurstbrotes auf der Wohnzimmercouch sollte wohl den meisten Bürgern unserer Gesellschaft ziemlich ungleich vorkommen. Und trotzdem haben wir besonders in den letzten Jahrzehnten die wahnsinnige Vernichtung von Lebewesen (u.a.) zum Zwecke der Ernährung in unsere Traditionen eingemauert. Doch diejenigen die sich davon abwenden und fleischlose Wege gehen, werden trotzdem immer wieder auf´s Neue auf das Bild des Menschen von vor 10.000 Jahren hingewiesen, damit auch ja kein Zweifel daran besteht, dass der Mensch im Grunde gleichgeblieben ist. Eine schreckliche Vorstellung! |
||||||||||||
|
Welt - Bild
|
Bild beschäftigt sich also mit genau dieser
Thematik. Das "Nutz-"Tier wird vom Menschen isoliert und domestiziert.
Der Mensch bearbeitet das von ihm hervorgebrachte Lebewesen mit künstlichem
Besteck, welches Reißzähne und Krallen ersetzt, die der Mensch
so nicht besitzt. Das Tier soll vor allem Nutzen einbringen. Der Mensch
operiert an empfindungsfähigen Lebewesen. Er zerschneidet die Körper,
er schneidet das Fleisch und steckt es sich in den Mund - anschließend
fährt er mit Servietten darüber und wäscht seine Hände.
Alles ganz "zivilisiert". Dabei nimmt er in Kauf, dass das Tier
ein ganzes Leben lang von seinen verschiedenen Besitzern fremdbestimmt
wird und praktisch unfrei ist. und "Braten" sind abstrahierte Begrifflichkeiten, die weitgehend vergessen lassen, dass wir uns Teile von toten Tieren mit einer Gabel in den offenen Mund hineinstecken. Die Unterschiede zwischen Australopithecus und dem Präsidenten der USA, sind sie also doch nur unbedeutend gering? NEIN. Das intellektuelle Potenzial und die Umstände sind bedeutend anders, definitiv. entwicklungsgeschichtliche Stufe erreicht, auf der wir unsere Fähigkeiten zur Veränderung durch bewusstes Begreifen erkannt haben. 2000 Jahre menschlicher Kultur sind gemessen an der Existenz dieses Planeten nur ein kurzer Augenblick. Wohin wir uns weiterentwickeln ist ungewiss. Und doch ist die zunehmende kulturelle Entfernung des neuzeitlichen Menschen weg von seinen prähistorischen Vorfahren deutlich erkennbar. Wie wir Menschen in Zukunft miteinander umgehen hängt entscheidend von unseren gesellschaftlich gebildeten moralischen und ethischen Prinzipien ab. Was von unserer Zivilisation, von unseren Ansichten und unserem Selbstbewusstsein einst übrig bleiben wird ist fraglich. In der Gegenwart jedoch ist die Bereitschaft zur Gerechtigkeit und zum Mitgefühl von sehr wichtiger Entscheidungskraft, wenn es darum geht, verantwortbare Lösungen für eine gemeinsame Zukunft zu finden. |
||||||||||||
|
>> start
|
>>
eine
multimediale Reflexion, gesprochen von Klaus Kinski >> Fressen und gefressen werden, eine multimediale Animation |
||||||||||||
|
Materialien
|
Blatt mit 15 Infoabschnitten (www.soylent-network.com) zum Abreißen. Konzipiert für den Aushang an schwarze Bretter, an Info-Wände, in Schulen, Universitäten, Bio-Märkten, etc.: ![]()
Oder als PDF-Dokument á 4 Flyer DINA6 groß, zusammengestellt als 4er-Block auf einer DINA4 Seite ![]()
|
||||||||||||
|
>>
|
zurück
zur Material-Hauptseite |
||||||||||||
|
|
>> - - |