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Grundlagen
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Für die Gewinnung von Milch
für den menschlichen Gebrauch werden Kühe zielgerichtet geschwängert,
damit sie nach der Geburt in ihrer sogenannten Milchbildungsperiode (Laktationsphase)
die Milch für das Neugeborene in den Eutern bilden. Die Milch entwendet
der Mensch, und benutzt sie für den eigenen Gebrauch in Form von
Milch, Käse, Quark, Joghurt, Sahne, etc. Um den Kühen besonders
viel Milch abnehmen zu können, müssen diese in regelmäßigen
Abständen Kälber gebären, um so die Produktion von Mutter-Milch
permanent und in höchstem Maße aufrechtzuhalten. Aus dieser
zyklischen Dauer-Schwängerung gehen logischerweise viele neugeborene
Tiere hervor. Da zwischen Milch- und Fleischproduktion ein enger Zusammenhang
besteht, gibt es für diese Tiere profitable Verwendungszwecke. Bereits
nach einer Woche wird das Kalb auf Muttermilch-Ersatz umgestellt, und
nach einigen Wochen an Kraftfutter, Magermilch und Heu gewöhnt. Die
weiblichen Kälber werden später genau wie ihre Mütter für
die Milchproduktion genutzt, d.h. auch sie werden dauerhaft geschwängert,
um Milch zu bilden, die der Mensch verbraucht.
Männliche Kälber dagegen werden gemästet, bis sie ein Gewicht
von etwa 160 bis 180 Kilogramm erreichen, und landen anschließend
als Kalbsfleisch auf den Tisch der Konsumenten. Geschieht dies nicht,
so werden sie als Mastbullen bis 500-600 Kilogramm Lebendgewicht weitergemästet
und daran anschließend geschlachtet.
Das ist ihr einziger Zweck. Bei einem hohen Verbrauch von Futter und Wasser
können Mastbullen täglich etwa ein Kilogramm an Körpergewicht
zulegen. Die Intensivmast ist in Europa die am häufigsten angewandte
Mastmethode. Die Rinder werden dabei in Ställen gehalten und mit
speziellen Futterdosierungen aus Silofutter, Kraftfutter, Vitaminen und
Mineralstoffen gefüttert. Die Futtermischungen sind auf Lebensalter
und Rinderrasse abgestimmt, um so möglichst schnell das maximale
Mastgewicht des Tieres zu erreichen. Je nach Rasse erreichen die Tiere
nach 10,5 bis 12,5 Monaten ihr Schlachtgewicht.
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Nutzung
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In den vergangenen Jahrzehnten züchtete
der Mensch einige Rassen mit besonders hoher Milchleistung. Bei einer
"Deutschen Schwarzbunten" Kuh liegt die durchschnittliche Milchleistung
heute bei ca. 6.500 kg Milch je Laktation. Logischerweise erfordert dies
eine enorme Versorgung der Tiere mit kostbarem Trinkwasser. Bis etwa 6
Wochen nach der Geburt ist die Milchleistung am höchsten. In den
ersten 100 Tagen nach dem Kalben erreicht eine Kuh etwa die Hälfte
ihrer Laktationsleistung. Manchen "Hochleistungskühen"
wird jährlich sogar bis zu 12.000 Liter Muttermilch abgenommen. Wurden
Kühe früher nicht selten bis zu einem Alter von 15 bis 20 Jahren
ausgenutzt, so werden sie heute im Normalfall nach zirka 5,5 Jahren Milchproduktion
geschlachtet. Für den Fleischverzehr kommen allgemein junge, bis
zu zwei Jahre alte Rinder in den Handel. Die konventionellen Bauern versuchen
durch zunehmend größere Tierbestände
ihren Profit zu sichern. In 90 Prozent aller Mastbetriebe hat sich die
Haltung auf Vollspaltenböden durchgesetzt.
Während der Laktationsphase wird die Milchbildung in den Eutern der
Kühe durch täglich zweimaliges Melken bis etwa 305 Tage nach
dem Kalben aufrechterhalten. Den Kühen wird jeweils morgens und abends
mit Melkmaschinen (die die Stelle des saugenden Kalbes einnehmen) die
Milch abgenommen. Auf jede der vier Zitzen am Euter wird ein Gummisauger
gesteckt, daran angeschlossen ist eine Vakuum-Pumpe, die ungefähr
einmal pro Sekunde ansaugt und wieder loslässt. Das führt zu
einer Öffnung des Schließmuskels an der Zitzenspitze der Euterzitze,
wodurch sich ein eigenständiger Milchfluss ergibt.
Die Maschine melkt mehrere Kühe gleichzeitig und braucht für
eine Kuh normalerweise 5 bis 10 Minuten. Die so dem Euter des Tieres entnommene
Milch wird über Rohrleitungen direkt in einen Tank transportiert,
wo sie bei einer Temperatur von 4°C abgekühlt und von dort aus
mit einem Tankwagen zur Molkerei geliefert wird. Durch das Pasteurisieren,
ein Verfahren zur Haltbarmachung von Frischmilch, wird die Milch 15 bis
30 Sekunden auf 62 bis 74°C erhitzt, um für den Menschen schädliche
Keime und Bakterien abzutöten. Diese Methode gilt als eine sichere,
um Keimfreiheit zu gewährleisten.
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Medizin
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Durch die Hitzebehandlung wird die
Kuhmilch für den menschlichen Körper verträglicher, jedoch
reagiert der erwachsene menschliche Organismus häufig mit Milchunverträglichkeit.
10 bis 15% der deutschen Erwachsenen vertragen keinen Milchzucker und
damit keine oder wenig Milch [Deutsches Institut für Ernährungsmedizin
und Diätetik]. Man kann davon ausgehen, dass 10-25% der Nord- und
Mitteleuropäer von der sogen. "Laktose-Intoleranz" betroffen
sind. In den südlichen Ländern sind es 40-70%, in Asien und
Afrika sogar über 90 bis zu 100%. Somit sind circa 75-80% der Weltbevölkerung
laktoseintolerant, was ein absolut natürlicher und ursprünglicher
Zustand ist, da nach dem Säuglingsalter für die erwachsenen
Säugetiere (darunter auch der Mensch) normalerweise kein Konsum von
Milch mehr vorgesehen ist. Das entsprechende Verdauungs-Enzym Laktase
wird - vergleichbar dem Wachstumshormon - ´abgeschaltet´.
Wenn darüberhinaus jedoch weiter Milch konsumiert wird, verursacht
dies bei Menschen mit Laktose-Intoleranz Völlegefühl, Blähungen,
Durchfälle, Muskelspannungen, Kreislaufbeschwerden und weitere Schmerzen
sowie Übelkeit bis hin zu Bauchkrämpfen und Erbrechen.
>> Universitätsklinikum
Heidelberg · Innere Medizin IV
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interne Links
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weitere
Links zu diesem Thema auf soylent network:
Doku: Rinderschlachtung
- täglich, tödlich, blutig ( 77 Bilder )
Doku: eingesperrte
Rinder in verschiedenen Ställen, größtenteils auf Spaltenboden
( 43 Bilder )
Doku: Rinderhaltung
und maschinelles Melken von Milch-Kühen ( 30 Bilder )
Material: "Das
goldene Kalb" Ausbeutung mit Methode:
Schwängern, Melken, Mästen,
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Doku: "Nutztierhaltung"
auf einem "Biohof" - Rinder und Schweine im Stall arrestiert
( 15 Bilder )
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Doku: Rinder
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)
kurz notiert: Statistische
Auszüge: Tierschutzbericht 2003 vom Bundesministerium für
Verbraucherschutz (...)
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