
|
|

|
|
|
|
>>
|
|
zurück
zur Material-Hauptseite [ Material
]
|
|
|

|
|

|
|
|
|
Einleitung
|
|
Rinder sind gehörnte paarhufige
Wiederkäuer. Der Mensch beeinflusste ihre Entwicklung durch die Domestikation
des Auerochsen (Ur) vor über 8000 Jahren. Mit mehr als 1,36
Milliarden [*1]
Individuen weltweit zählt das Rind zu den extrem in Anspruch genommenen
und ausgebeuteten Nutztieren. Die
einst freilebenden Tiere wurden zunehmend auf einen maximalen Ertrag an
Muttermilch und Fleisch (Muskeln,
Fett, Bindegewebe) gekreuzt. Darüberhinaus verwendet der Mensch die
Haut des toten Rindes für die Herstellung von Leder
oder benutzt die Knochen zur Erzeugung von Gelatine.
Zusätlich findet das Tier Verwendung als Last- und Zugtier oder bei
kulturellen Riten wie beispielsweise dem Stierkampf.
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|

|
|
|
|
natürlich
|
|
Rinder sind
bewegungsaktive Herdentiere. Unter natürlichen Umständen leben
sie gemeinschaftlich in der Nähe von dichten Waldungen und teils
in trockenem oder sumpfigem Grasland. Innerhalb der einzelnen Herden strukturieren
sie sich durch eine feste Rangordnung. Weibliche Tiere werden normalerweise
durch das ranghöchste männliche Tier gedeckt. Kurz vor der Geburt
entfernt sich die hochträchtige Kuh von der Herde und bringt ihr
Kalb an einem geschützten Ort zur Welt. Bereits nach einem Tag sind
die Jungtiere in der Lage, den Ausgewachsenen zu folgen, dann kehren Kuh
und Kalb zur Herde zurück. Zwischen dem Muttertier und ihrem Kalb
besteht eine enge Mutter-Kind-Beziehung, wobei das Kalb seine Milch von
der eigenen Mutter durch Saugen an deren Euterzitzen bekommt. Eine freilebende
Kuh bildet in ihren Eutern die Milch nur so lange, wie sie das junge Kalb
zur Ernährung benötigt. Wenn das Jungtier groß genug ist,
ernährt es sich ebebso wie die erwachsenen Tiere selbstständig.
Dann stoppt die Milchbildung in den Eutern der Mutter, denn genau wie
bei menschlicher Säugung mit Milch aus den Brüsten der Frau,
ist die Milch auch bei Rindern ausschließlich für die Ernährung
des jungen Kindes zuständig. Mit zunehmendem Alter bilden gleichaltrige
Kälber innerhalb der Herde gemeinsame "Spielgruppen". Die
pflanzenfressenden Wiederkäuer nehmen in kurzer Zeit große
Futtermengen auf, um diese dann an einem Ruheort wieder heraufzuwürgen
und nochmals ausgiebig zu kauen und zu verdauen. |
|
|
|
|
|
|
|

|
|

|
|
|
|
das Nutztier
|
|
Landwirtschaftlich genutzte Rinder
werden durch zielgerichtete Züchtung vom Menschen auf spezielle Merkmale
und Eigenschaften reduziert. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Rassen,
die für ganz bestimmte Zwecke gezüchtet werden. So etwa wird
eine extrem hohe Bildung von Muttermilch in den Eutern angestrebt oder
auf eine massive Fleischbildung
hin selektiert. Zweinutzungsrinder
werden sowohl auf eine hohe Milchleistung
als auch auf einen hohen Ertrag
an Fleisch gezüchtet. Die domestizierten Haustiere unterscheiden
sich von den Wildformen unter anderem durch eine geringere Angriffslust,
höhere Fruchtbarkeit und eine verringerte Hirnmasse.
Bei der Milchviehhaltung
werden junge Rinder bereits ab einem Lebensalter von 18 Monaten durch
meist künstliche Besamung
geschwängert. Nach einer ca. neun-monatigen Schwangerschaft kommt
es dann zu der Geburt eines Kalbes, sehr selten treten auch Zwillingsgeburten
auf. Bei der künstlichen Besamung wird den Muttertieren
mit einer Pipette das Sperma direkt eingespritzt.
Das Sperma stammt dabei meist von wenigen Vatertieren,
die nach ihren zuchtspezifischen Eigenschaften ausgewählt werden.
Der Samen wird mit Hilfe einer künstlichen
Scheide gewonnen, danach geprüft, verdünnt und bis zum
Gebrauch konserviert. Auf diese
Weise können die Gene eines Zuchtbullen
an bis zu 20.000 Kälber pro Jahr vererbt werden. Bei der Übertragung
eines ungeborenen Lebewesens (Embryo) von einem Muttertier auf ein anderes
(Embryotransfer), wird der Nachwuchs
von Hochleistungs-Zuchtkühen
durch andere Kühe ausgetragen. Weil sich die Embryos relativ problemlos
konservieren und transportieren
lassen, werden mit Hilfe dieser Methode einfach und billig
Zuchttiere mit den gewünschten Eigenschaften "hergestellt"
und in andere Länder und Kontinente exportiert.
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|

|
|
|
|
Aus-Nutzung
|
|
Das neugeborene Kalb
ernährt sich zunächst von der sogenannten
"Biestmilch", das ist die in den ersten Tagen nach der
Geburt für das Neugeborene äußerst wertvolle Muttermilch.
Die Milch enthält besonders viele Vitamine und Nährstoffe sowie
Antikörper, die für den jungen Säugling äußerst
wichtig sind. Zwecks Verwendung der Muttermilch für den menschlichen
Verbrauch werden Kühe mehrfach
aufeinanderfolgend geschwängert, damit sie nach den jeweiligen Geburten
in der sogenannten Milchbildungsperiode
(Laktation) Milch für das
Neugeborene in den Eutern bilden. Diese Milch entwendet der Mensch, und
benutzt sie für den eigenen Gebrauch. Damit den Kühen soviel
Milch wie möglich abgenommen werden kann, werden diese wiederkehrend
geschwängert, um so die hormonell beeinflusste "Produktion"
von Mutter-Milch voranzutreiben. Aus dieser zyklischen Schwängerung
gehen logischerweise permanent neue Tiere hervor. Doch da zwischen Milch-
und Fleischproduktion ein enger Zusammenhang besteht, gibt es für
die neugeborenen Tiere selbstverständlich gewinnbringende Verwendungszwecke.
Bereits nach einer Woche wird das Kalb auf Muttermilch-Ersatz
umgestellt, und nach einigen Wochen an Kraftfutter,
Magermilch und Heu gewöhnt.
Die weiblichen Kälber werden später genau wie ihre Mütter
für die Milchproduktion genutzt,
d.h. auch sie werden mehrfach in Folge geschwängert um genügend
Milch zu bilden, die der Mensch dann entnimmt. Die männlichen Kälber
dagegen werden gemästet, bis
sie ein Gewicht von etwa 160 bis 180 Kilogramm erreichen, und landen anschließend
als Kalbsfleisch auf den Tisch
der Konsumenten. Geschieht dies nicht, so werden sie als Mastbullen
bis 500-600 Kilogramm Lebendgewicht weitergemästet und daran anschließend
geschlachtet. Das ist ihr einziger Zweck. Bei einem hohen Verbrauch von
Futter und Wasser können Mastbullen täglich etwa ein Kilogramm
an Körpergewicht zulegen. Die Intensivmast
ist in Europa die am häufigsten angewandte Mastmethode. Die Rinder
werden dabei in Ställen gehalten
und mit speziellen Futterdosierungen
aus Silofutter, Kraftfutter,
Vitaminen und Mineralstoffen ernährt. Die Futtermischungen
sind auf Lebensalter und Rinderrasse abgestimmt, um so möglichst
schnell das maximale Mastgewicht des Tieres zu erreichen. Je nach Rasse
erreichen die Tiere mit (bis zu) 24 Monaten ihr Schlachtgewicht.
In den vergangenen Jahrzehnten züchtete
der Mensch einige Rassen mit besonders hoher Milchleistung.
Bei einer "Deutschen Schwarzbunten" Kuh liegt die durchschnittliche
Milchleistung heute bei ca. 6.500 kg Milch je Laktation.[*2]
Logischerweise erfordert dies eine enorme Versorgung der Tiere mit kostbarem
Trinkwasser. Bis etwa 6 Wochen nach der Geburt ist die Milchleistung am
höchsten. In den ersten 100 Tagen nach dem Kalben erreicht eine Kuh
etwa die Hälfte ihrer Laktationsleistung.
Manchen "Hochleistungskühen"
wird jährlich sogar bis zu 12.000 Liter Muttermilch abgenommen. Wurden
Kühe früher nicht selten bis zu einem Alter von 15 bis 20 Jahren
ausgenutzt, so werden sie heute im Normalfall nach zirka 5,5 Jahren Milchproduktion
geschlachtet. Für den Fleischverzehr
kommen allgemein junge, bis zu zwei Jahre alte Rinder in den Handel.
Die konventionellen Bauern versuchen durch zunehmend größere
Tierbestände ihren Profit zu sichern. In 90 Prozent aller Mastbetriebe
hat sich die Haltung auf Vollspaltenböden durchgesetzt. [*3] |
|
|
|
|
|
|
|

|
|

|
|
|
|
Milchproduktion
|
|
Während der Laktationsphase
wird die Milchbildung in den Eutern der Kühe durch täglich zweimaliges
Melken mit Melkmaschinen bis etwa
305 Tage nach dem Kalben aufrechterhalten. Der Mensch bedient sich währenddessen
an der Muttermilch dieser Tiere, um daraus Käse, Butter, Quark, Joghurt,
Sahne, Schokolade, Eis, etc. zu machen.
Den Kühen wird jeweils morgens
und abends mit Melkmaschinen (die die Stelle des saugenden Kalbes einnehmen)
die Milch abgenommen. Auf jede der vier Zitzen am Euter wird ein Gummisauger
gesteckt, daran angeschlossen ist eine Vakuumpumpe, die ungefähr
einmal pro Sekunde ansaugt und wieder loslässt. Das führt zu
einer Öffnung des Schließmuskels an der Zitzenspitze der Euterzitze,
wodurch sich ein eigenständiger Milchfluss ergibt. Die Maschine melkt
mehrere Kühe gleichzeitig und braucht für eine Kuh normalerweise
5 bis 10 Minuten. Die so dem Euter des Tieres entnommene Milch wird über
Rohrleitungen direkt in einen Tank transportiert, wo sie bei einer Temperatur
von 4°C abgekühlt und von dort aus mit einem Tankwagen zur Molkerei
geliefert wird. Durch das Pasteurisieren,
ein Verfahren zur Haltbarmachung von Frischmilch,
wird die Milch 15 bis 30 Sekunden auf 62 bis 74°C erhitzt, um für
den Menschen schädliche Keime und Bakterien abzutöten. Diese
Methode gilt als eine sichere, um Keimfreiheit zu gewährleisten und
durch die Hitzebehandlung die Milch für den Menschen leichter verträglich
zu machen. |
|
|
|
|
|
|
|

|
|

|
|
|
|
Töten für Milch
|
|
Um also an die hohe Milchausbeute
für den menschlichen Gebrauch zu kommen, werden durch die ständig
wiederkehrenden Zwangs-Schwangerschaften in Folge immer neue Rinder produziert,
die als Milchkühe wiederum stets neue Kälber gebären müssen.
So entsteht eine Kettenreaktion, bzw. ein Kreislauf, welche/r sich in
eine permanente Rinder-Produktion ergießt. In Deutschland produziertes
Rindfleisch stammt zu 47 Prozent aus der Kuh- und Färsenhaltung [*4].
Die lakto-vegetarisch orientierte Annahme, dass der Konsum von Milch und
Milchprodukten ohne die Ausnutzung und Tötung von Lebewesen auskommt,
ist also falsch. Erschwerend kommt hinzu, dass z.B. Hartkäse
(Gouda, Edamer, Leerdamer, ...) mit dem Magenferment Lab aus den Mägen
toter Kälber behandelt wird, um überhaupt eine Käsebildung
zu erzielen. Fleisch-, Milch- und Leder-Produktion sind eng miteinander
verbunden, logischerweise zum Vorteil für die profitorientierten
Ausbeuter, und zum ganz besonderen Nachteil bzw. zum Leidwesen der ausgenutzten
Tiere.
Die auf Hochleistung gezüchteten
Tiere brauchen viele Energie-, Nähr- und Mineralstoffe, die ihnen
durch die Verabreichung von "Kraftfutter"
zugeführt werden. Dieses Leistungsfutter
enthält z.B. Getreide, Sojaschrot und andere pflanzliche Nährstoffe
sowie Vitamine und Mineralien. Die mitlerweile unter Strafe gestellte
Verfütterung von proteinhaltigen "Tiermehlen"
(Fleisch- und Knochenmehlen) an die pflanzenfressenden Wiederkäuer
steht im Verdacht, eine hauptsächliche Ursache für die Hirnkrankheit
"Bovine Spongiforme Enzephalopathie" (BSE) zu sein. Diese Problematik
hat vor mehreren Jahren bei vielen mitverantwortlichen Konsumenten von
Tierprodukten zu Empörung und Entrüstung geführt. Aber
an die EU-Schlachtprogramme, die die Vernichtung von bis zu 1,5 Millionen
Tieren in der EU zur Stabilisierung der Handelsmärkte in Angriff
nahmen, erinnern sich heute wohl die wenigsten von ihnen. Ende März
2001 wurde in der BRD aufgrund eines EU-Beschlusses damit begonnen, die
ersten von insgesamt 400 000 deutschen Rindern zu töten.[*5]
Die Aktion war bereits einige Monate später abgeschlossen. Die EU-weit
rund 1,5 Mio. exekutierten Tiere wurden ausschließlich zur wirtschaftlichen
"Entlastung" des durch BSE geschwächten Rindermarktes getötet.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen dafür, wie rücksichtslos
unsere Gesellschaft mit ihren sogenannten "Nutztieren" umgeht.
Als handele es sich bei den Lebewesen um Gegenstände, die einfach
ein- und ausgeschaltet, hergestellt und entsorgt werden könnten. |
|
|
|
|
|
|
|

|
|

|
|
|
|
blutiges Ende
|
|
Grundsätzlich lässt sich
festhalten, dass die Haltung von Nutztieren alles andere als ethisch einwandfrei
ist. Um die Tiere für sich profitabel auszunutzen, ist den Fleisch-
und Milch-Produzenten jedes Mittel recht. Indem durch Bezeichnungen wie
"Öko-Fleisch", "Bio-Milch" oder "Bio-Käse"
den Verbrauchern ein gutes Gewissen suggeriert wird, und diese sich durch
den pfilchtbewussten Bauern von nebenan oder den Metzger des Vertrauens
gerne überzeugen lassen, ändert sich an der gängigen Praxis
allerdings wenig. Um Milch und Fleisch für sich zu gewinnen, wendet
der Mensch die immergleiche Methode an: Schwängern,
Melken, Mästen, Schlachten - permanent!
Das Schlachten der Tiere [siehe auch:
Dokumentation
einer Rinderschlachtung] geschieht meist durch Zuhilfenahme eines
Bolzenschussgerätes. Dabei wird ein Bolzen unter hohem Druck ca.
acht Zentimeter tief ins Gehirn getrieben. Der eigentliche Tod erfolgt
aber erst im Anschluss: hervorgerufen durch einen kräftigen Halsschnitt
(Entblutungs-Schnitt) verbluten
die Tiere, indem das Blut nach und nach aus dem Körper entweicht.
Damit die Tiere möglichst vollständig ausbluten, muss das Herz
noch schlagen bis der Tod eintritt. Dies ist entscheidend, da gewisse
Eigenschaften sowie die Haltbarkeit der später als "Fleisch"
verkauften Leichenteile vom Grad der Blutentleerung abhängen.
Bei der landwirtschaftlichen Haltung
von Nutztieren kommt es dabei auch zum frühzeitigen Tod (Verenden).
"Man geht davon aus, dass in Deutschland
jährlich ca. 3,5 Mio t Schlachtnebenprodukte und Tierkörper
anfallen. Davon werden in den Tierkörper-Beseitigungsanstalten und
angegliederten Spezialbetrieben über 90% zu verkaufsfähigen
Produkten wie Gelatine oder Dünger weiterverarbeitet."[*6]
Im Info-Text eines staatlichen Veterinäramtes steht: "Tierkörperbeseitigung,
Dienstleistung: Diese Beseitigung, z.B. verendeter Tiere (...), erfolgt
in der Tierkörperbeseitigungsanstalt." (..) "Verendete
oder totgeborene Tiere müssen schnell und unschädlich beseitigt
werden, da sie die Gesundheit von Tierbeständen und Menschen gefährden
können." Die Rechtsgrundlage dabei bildet das Tierkörperbeseitigungsgesetz.
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|

|
|
|
|
Der Wahnsinn
|
|
Die hier nur in einem kleinen Ausschnitt
beleuchteten Absichten, Methoden und Begleiterscheinungen der Nutztierhaltung
mit all ihren grotesken bzw. widerwärtigen bzw. unhaltbaren Elementen,
sind sehr ernstzunehmende Faktoren einer expandierenden Zivilisierung.
Das einzelne Tier, als auch die spezifische Art ansich, unterliegt dabei
der absoluten Willkür des Menschen.
Während in der Diskussion nicht
selten der Fleischverzehr und der Konsum von Milchprodukten zu den natürlichsten
Umständen der Menschheit gezählt werden, so zeigt sich bei erweiterter
Betrachtung unserer Entwicklung ein zunehmend unnatürlicheres Verhältnis
zur Nahrung ansich. Ist es natürlich, einer anderen Spezies die Muttermilch
abzunehmen, mit der diese eigentlich ihren eigenen Nachwuchs versorgt?
Was ist so ursprünglich an dem Würzen, Kochen, Braten und Garen
von Fleisch, welches wir ohne diese Zubereitungsmethoden garnicht mehr
essen möchten? Wie könnten wir es wohl anstellen, ein freilebendes
Rind zu erlegen, es zu zerteilen, und das faserige Gewebe mit unserem
Gebiss zu schneiden, geschweige denn die so gekauten und heruntergewürgten
rohen Gewebe und Organe zu verdauen?
Der Mensch hat sich in den Notlagen
seiner Entstehungsgeschichte angeeignet, tierliche Nahrungsquellen durch
spezielle Zubereitungsformen verdaulicher zu machen, später dann
hat er sich daran gewöhnt, tierliche Nahrungsquellen durch geschmackliche
Modifikationen in erhötem Maße genießbarer zu machen.
Auf diese Entwicklung stützt sich ein Großteil der von Menschen
verübten Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere. Heutzutage ist es selbstverständlich,
dass Nutztiere als gebratene Frikadellen zwischen Brötchenhälften
oder als "Stück" Fleisch auf dem Teller serviert werden,
dass man in einen Super- oder Bio-Markt geht und sich sauber verpackte
Tier-Leichenteile oder abgefüllte Säugetiermilch aus den gekühlten
Regalen nimmt. Die Prozesse die zu diesen Umständen geführt
haben werden häufig der Evolution zugeschrieben - dabei steht mitlerweile
die wahnhaftig zielgerichtete Ausbeutung von ge- und verbrauchten Lebewesen
im Vordergrund. Die Aussage "Das
gehört zu der Natur des Menschen!" ist dabei ein höchst
zweifelhafter Rechtfertigungsversuch für das eigene Scheitern an
Systematiken, welche mitlerweile eine herrausragende Bedeutung mit globaler
Tragweite ausfüllen.
|
|
|

|
|

|
|
|
|
Bewertung
|
|
Wann immer das (tote) Nutztier eine
Komponente unserer Nahrung oder sonstiger Gebrauchsgegenstände (Lederschuhe,
Kosmetik,...) ist, so gehen dem einschränkende ["Haltung"]
und gewalttätige [Schlachtung]
Verhältnisse voraus. Das Nutztier hat dabei die besonderen Anforderungen
der Nutzung zu erfüllen - praktisch und moralisch verbindet sich
damit die Herabsetzung der ausgenutzten Tiere im Verhältnis zu den
dominierenden Interessen ihrer menschlichen Benutzer. Eine Kuh bekommt
in einem solchen Kontext von der menschlichen Gesellschaft einen Wert
zugesprochen, an dem die ethisch-moralische Beurteilung und Behandlung
dieses Individuums (und die seiner zahlreichen Artgenossen) ausgerichtet
wird. Die Akzeptanz einer nutzungs-orientierten Bewertung (Abwertung)
von Individuen hat zur Folge, dass sich demnach die moralische Behandlung
dieser Lebewesen hauptsächlich an der (Aus-)Nutzung orientiert. Dadurch
entsteht eine tiefgreifende Diskriminierung bestimmter Individuen, Rassen
und Spezies zu sogenannten Nutztieren, die ihrem zugewiesenen Wert entsprechend
beurteilt und behandelt werden. Während es hierzulande mitlerweile
eine deutliche gesellschaftliche Übereinkunft gibt, dass Hunde oder
Katzen einen speziellen Wert haben und somit weniger der (Aus)Nutzung
sowie der damit verbundenen Tötung unterliegen sollen, so gilt dies
für herkömmliche Nutztiere aufgrund ihres niederen Wertes (Nutztierwert)
in unserer Gesellschaft wohl kaum. Die ethische Grundlage ist in beiden
Fällen zwar gleich, jedoch wird diese durch die Voransetzung menschlicher
Interessen sowie durch kulturelle Vorlieben gebeugt.
Bei objektiver Betrachtung stellt
sich die Frage, ob nicht grundsätzlich alle Tiere mit ähnlichen
Vorraussetzungen (z.B. mit ähnlichem Nervensystem), Eigenschaften
(etwa mit sozialem Verhalten) und Bedürftnissen (z.B. aktive Vermeidung
von Angst oder Schmerzen) auch ähnlich behandelt werden müssen.
Eine wertorientierte Ungleichbehandlung von Lebewesen liegt definitiv
in der Natur der Dinge, und ist anscheinend unumgänglich, jedoch
bekommt der Mensch mit einem zunehmenden Verständnis für Ethik
und Moral auch eine Vorstellung davon, dass sich sein ethisch-moralisches
Weltbild und sein dadurch beeinflusstes Handeln zunehmend auf selbstreflektierende
Ideen stützt. Indem wir Tiere für eigene Zwecke züchten,
halten und töten, müssen wir konsequenterweise dieses Handeln
bei der moralischen Selbstreflexion mit einbeziehen. Unser Verhältnis
zum Nutztier unterscheidet sich ganz klar von einer natürlichen Symbiose,
bei der die Symbionten voneinander profitieren. In
der gestörten Mensch-Nutztier-Beziehung profitiert nur einer: der
Mensch.
| >> |
"Ein
Tier halten, um es aufzuessen, ist ein Verrat" (Edward
Carpenter)
|
|
|
|

|
|

|
|
|
|
Quellen
|
|
[*1]
FAO -
The Food and Agriculture Organization of the United Nations,
Statistik
2002 (FAOSTAT)
[*2] Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft
e.V., Lexikon
[*3], [*4] Verbraucherschutz . Ernährung .
Landwirtschaft e. V., aid infodienst
[*5] OnMeda MEDICINE
WORLDWIDE, "Rinderwahn"
ehem.: BSE (Bovine Spongiforme Encephalopathie)
[*6] Bayerisches
Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, Umweltlexikon
> Tierkörperbeseitigung
|
|
|

|
|

|
|
|
|
interne Links
|
|
weitere
Links zu diesem Thema auf soylent network:
Doku: Rinderschlachtung
- täglich, tödlich, blutig ( 77 Bilder )
Doku: Rinderhaltung
und maschinelles Melken von Milch-Kühen ( 30 Bilder )
Doku: "Nutztierhaltung"
auf einem "Biohof" - Rinder und Schweine im Stall arrestiert
( 15 Bilder )
Doku: eingesperrte
Rinder in verschiedenen Ställen, größtenteils auf Spaltenboden
( 43 Bilder )
Doku: Arrest
von Rindern auf engstem, dunklen, stinkigen Raum ( 11 Bilder )
Doku: Außen-
und Nahaufnahmen von Rindern aus der Weidehaltung ( 15 Bilder )
Doku: Rinder
unter freiem Himmel auf Wiesen und Weiden eingezäunt ( 21 Bilder
)
kurz notiert: Statistische
Auszüge: Tierschutzbericht 2003 vom Bundesministerium für
Verbraucherschutz (...)
|
|
|

|
|

|
|
|
|
>>
|
|
zurück
zur Material-Hauptseite [ Material
]
|
|
|

|
|

>>
Navigationsmenü - Startseite - Kontakt |
|
|